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Sicherheit

Wie wir eure Daten und eure Shops schützen

Als Bindeglied zwischen euch und euren Shopware-6-Shops verwalten wir sensible Zugangsdaten. Diese Verantwortung nehmen wir ernst — nachfolgend zeigen wir transparent, welche Maßnahmen wir treffen, um das Risiko eines Datenmissbrauchs zu minimieren.

Sichere Infrastruktur

Hosting in Deutschland

Unsere Anwendung läuft beim deutschen Hosting-Anbieter Mittwald (Espelkamp, Nordrhein-Westfalen). Mittwald ist nach ISO 27001 zertifiziert und betreibt das Rechenzentrum DSGVO-konform.

Verschlüsselter Zugriff

Sämtliche Verbindungen zur App, zur API und zum Dashboard erfolgen ausschließlich über HTTPS mit TLS 1.2+. Wir setzen den HSTS-Header (HTTP Strict Transport Security), damit euer Browser unsere Domain dauerhaft als HTTPS-only behandelt — das schließt Downgrade-Angriffe an öffentlichen WLANs aus.

Geschützter Adminbereich

Die interne Verwaltungsoberfläche (Portal) ist zusätzlich per IP-Whitelist auf wenige feste Büro-IPs beschränkt. Selbst mit gültigen Zugangsdaten kommt von außen niemand auf den Admin-Bereich.

Sicherer Login

Beim Anmelden greifen mehrere Security-Layer ineinander:

  • Cloudflare Turnstile (CAPTCHA): Vor dem eigentlichen Login-Versuch filtert Cloudflare automatisierte Bot-Anfragen heraus, ohne euch mit Bilderrätseln zu belästigen.
  • Mehrstufiges Rate-Limit: Nach 5 Fehlversuchen pro Account oder 20 pro IP-Adresse innerhalb von 15 Minuten wird der Login automatisch gesperrt — datenbankbasiert, also nicht durch Cookie-Reset umgehbar.
  • Argon2id-Passwort-Hashing: Wir speichern niemals Klartext-Passwörter. Argon2id ist der aktuelle Goldstandard und auch bei einem hypothetischen Datenbank-Leak praktisch nicht in vertretbarer Zeit zu knacken.
  • Sichere Sessions: Cookies sind HttpOnly, Secure und SameSite=Strict — gegen XSS- und CSRF-Vektoren abgedichtet. Nach 1 h Inaktivität werdet ihr automatisch ausgeloggt.
  • CSRF-Schutz: Jede zustandsverändernde Aktion (Speichern, Löschen, Plugin-Update auslösen) prüft serverseitig ein einmaliges Token.

Read-Only-Architektur als Kernschutz

Das wichtigste Sicherheitsmerkmal von Webshop-Radar ist architektonisch, nicht nur konfigurativ:

Wir können in eurem Shop technisch fast nichts kaputtmachen. Unser Shopware-API-Client erzwingt eine harte Read-Only-Policy:

  • HTTP-Methoden: PUT, PATCH und DELETE sind im Code unconditionally blockiert. Diese Sperre kann nicht über Konfiguration umgangen werden.
  • POST-Endpoints: Erlaubt sind ausschließlich der OAuth-Handshake und /search-Anfragen (Read-Operationen, die aus Shopware-Schema-Gründen POST sein müssen). Jeder andere POST wird abgelehnt.
  • Plugin-Updates (optional, wenn das Webshop-Radar-Plugin installiert ist): laufen über einen separaten, eng begrenzten CLI-Endpoint im Plugin selbst. Ihr könnt dort jederzeit per Toggle in der Plugin-Konfiguration:
    • CLI-Befehle deaktivieren — sperrt sämtliche Cache-Clear-/Theme-Compile-/Update-Aktionen
    • Plugin-Updates deaktivieren — sperrt gezielt den Update-Pfad, lässt andere CLI-Aktionen aber zu
    Diese Toggles werden plugin-seitig erzwungen — wir können sie aus dem Dashboard nicht überschreiben.

Automatische Sicherheitspatches

Für das Shopware-6-Sicherheits-Plugin kannst du in Webshop-Radar die automatische Aktualisierung aktivieren. Sobald ein neuer Sicherheitspatch verfuegbar ist, wird er auf allen ausgewaehlten Installationen automatisch eingespielt – ohne manuellen Eingriff, mit vollstaendigem Audit-Log pro Shop.

Zero-Day-Reaktionszeit für Shopware-Sicherheitsluecken sinkt so von Stunden auf Minuten.

Datenschutz auf Datenbankebene

Minimale Datenhaltung

Euer Account besteht aus E-Mail-Adresse, Name, optionaler Firma und (für Premium-Pakete) Rechnungsadresse. Wir sammeln keine Browserverläufe, kein Tracking, keine Drittanbieter-Cookies.

Mandantentrennung

Jede Datenbankabfrage ist auf eure Agency-ID gescoped und wird zusätzlich pro Aktion validiert (validateInstallationOwnership). Selbst bei einem Bug in einer einzelnen API-Route könnt ihr keine fremden Shop-Daten sehen.

Keine SQL-Injection-Vektoren

Sämtliche Datenbankzugriffe nutzen ausschließlich vorbereitete Statements (PDO Prepared Statements). Es gibt im gesamten Code-Bestand keine eval()-, exec()- oder shell_exec()-Aufrufe.

Backups

Tägliche, verschlüsselte Backups durch Mittwald. Wir behalten 14 Tage Historie.

Browser-seitige Härtung

Über HTTP-Header schließen wir typische Web-Angriffsvektoren:

HeaderWirkung
Strict-Transport-Securityerzwingt HTTPS für 1 Jahr inkl. Subdomains
X-Frame-Options: DENYunsere Seite kann nicht in fremde Frames eingebettet werden (Clickjacking)
X-Content-Type-Options: nosniffBrowser muss MIME-Types akzeptieren wie deklariert
Referrer-Policykeine Leak von URLs an Drittseiten
Permissions-PolicyMikrofon, Kamera, Geolocation für Webshop-Radar deaktiviert

Unsere Empfehlung an euch: minimale Integrations-Rechte

Webshop-Radar braucht Zugriff auf euren Shop — diesen erteilt ihr über Shopware-Integrationen (Einstellungen → System → Integrationen → „Integration hinzufügen"). Bitte folgt dabei dem Least-Privilege-Prinzip:

So wenig Rechte wie möglich, so viele wie nötig.

Konkret heißt das

Kein Admin-Häkchen setzen. Das Admin-Flag in der Integration gibt uns Vollzugriff auf alles — wir brauchen das nicht.

Stattdessen eine eigene ACL-Rolle. Legt unter „Einstellungen → System → Benutzer & Rechte → Rollen" eine neue Rolle an, z. B. Webshop Radar — Read-Only, und gebt ihr nur diese Berechtigungen:

  • System: Anzeigen (für System-Info, PHP-Version, Shopware-Version)
  • Plugins: Anzeigen (für Plugin-Liste und Versionsstände)
  • Sales Channels: Anzeigen (für Verkaufskanal-Status)

Diese Rolle weist ihr dann der Webshop-Radar-Integration zu. Damit könnt ihr Monitoring betreiben, ohne dass über die Integration jemand Daten ändern könnte.

Plugin-Updates aktivieren — sicher

Wenn ihr Plugin-Updates über Webshop-Radar auslösen wollt, habt ihr zwei Wege:

  1. Mit unserem Webshop-Radar-Plugin (empfohlen): Das Plugin führt Updates über das Shopware-CLI aus — die Integration braucht dafür keine erweiterten Rechte. Ihr kontrolliert über die Plugin-Konfiguration, ob Updates erlaubt sind.
  2. Ohne Plugin: Wir nutzen die Shopware-Native-Update-API. Dafür braucht die Integrations-Rolle zusätzlich Plugins: Bearbeiten. Auch dann sind PUT/PATCH/DELETE durch unsere Read-Only-Policy weiter blockiert — der Update-Pfad ist explizit auf POST-Whitelist-Endpoints begrenzt.

Token kompromittiert? Sofort widerrufen

Ihr könnt den Zugriff jederzeit sofort beenden:

  • In Shopware: Integrationen → entsprechende Integration löschen → ist direkt tot
  • Bei installiertem Webshop-Radar-Plugin: zusätzlich im Plugin alle Toggles deaktivieren oder das Plugin deinstallieren

Wir empfehlen, eure Integrationen alle 6–12 Monate zu rotieren (alte löschen, neue mit gleicher Rolle erstellen).

Hinweis zur Transparenz: Wir sind ein junges Produkt und entwickeln unsere Sicherheitsarchitektur kontinuierlich weiter. Aktuell sind eine clientseitige Verschlüsselung der gespeicherten Integrations-Tokens sowie 2FA für unseren Login auf der Roadmap. Ihr erfahrt es hier, sobald diese Features verfügbar sind.

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Monitoring und Management für Shopware-6-Agenturen.

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